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	<title>Wortlose Kommunikation</title>
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		<title>Wortlose Kommunikation</title>
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		<title>Narnia: Träume, die real sind</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 07:23:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Pick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theologie zum Anfassen]]></category>
		<category><![CDATA[nachdenken]]></category>
		<category><![CDATA[Träumer]]></category>
		<category><![CDATA[Narnia]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>
		<category><![CDATA[C.S. Lewis]]></category>
		<category><![CDATA[Trauerpfützler]]></category>

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		<description><![CDATA[Zusammen mit einem Einwohner von Narnia (Trauerpfützler) sind die Kinder in den unterirdischen Grotten der Zauberin gelandet. Diese versucht, sie mithilfe ihrer Magie untertänig zu machen, so wie sie es schon mit allen anderen dort lebenden Gnomen gemacht hat. Schließlich schafft sie es, die Kinder und Trauerpfützler zu überzeugen, dass es weder Sonne, Wiese noch [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=benjaminpick.wordpress.com&blog=433441&post=223&subd=benjaminpick&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Zusammen mit einem Einwohner von Narnia (Trauerpfützler) sind die Kinder in den unterirdischen Grotten der Zauberin gelandet. Diese versucht, sie mithilfe ihrer Magie untertänig zu machen, so wie sie es schon mit allen anderen dort lebenden Gnomen gemacht hat. Schließlich schafft sie es, die Kinder und Trauerpfützler zu überzeugen, dass es weder Sonne, Wiese noch Aslan (der Gott von Narnia) jemals gegeben hat. Aber Trauerpfützler, der für seine pessimistische Tendenz bekannt ist, kommt wieder zu sich:</p>
<blockquote><p>Es soll mich nicht wundern, wenn alles, was Ihr gesagt habt, seine Richtigkeit hätte. Ich bin eine Person, die immer gern das Schlimmste annimmt und dann das Beste daraus macht. Deshalb will ich von dem, was Ihr gesagt habt, nichts abstreiten. Aber trotzdem ist da etwas, was ich sagen muß.<span id="more-223"></span></p>
<p>Angenommen, wir haben all diese Dinge wirklich geträumt oder sie uns ausgedacht – Bäume und Gras und Sonne und Mond und Sterne und Aslan selbst. Angenommen, es wäre so. Dann kann ich nur sagen, daß die ausgedachten Dinge mir um einiges wichtiger zu sein scheinen als die wirklichen. Angenommen, dieser schwarze Abgrund Eures Königreichs ist tatsächlich die einzige Welt.</p>
<p>Nun, sie kommt mir recht armselig vor. Und es ist eine komische Sache, wenn man darüber nachdenkt. <strong>Wenn Ihr recht habt, dann sind wir lediglich Kinder, die ein Spiel spielen. Aber vier Kinder, die ein Spiel spielen, können eine Phantasiewelt schaffen, welche Eure in den Schatten stellt. Und deshalb werde ich mich an diese Phantasiewelt halten.</strong></p>
<p>Ich bin auf Aslans Seite, selbst wenn es keinen Aslan gibt. Ich werde so gut wie möglich wie ein Narniane leben, selbst wenn es kein Narnia gibt. Wir danken Euch herzlich für unser Nachtmahl, und wenn die beiden Herren und die junge Dame bereit sind, verlassen wir Euren Hof sofort, machen uns auf in die Dunkelheit und verbringen unser Leben damit, die Oberwelt zu suchen. Nicht daß unser Leben noch sehr lange währen wird; aber das ist nur ein kleiner Verlust, wenn die Welt so langweilig ist, wie Ihr es sagt.</p>
<p><em>C.S. Lewis, &#8222;Der silberne Sessel&#8220;</em></p></blockquote>
<p>Nur ein Traum? Ein Traum, der realer ist, als die Realität? Durchaus möglich.</p>
<p>Ich denke da an Personen, die selber sagten: <em>&#8222;Ich habe einen Traum&#8220;</em>, und sie folgten diesem Traum, wo er sie auch hinführen würde. Nur die Berühmtesten von diesen Träumern sind uns bekannt: Martin Luther King, Mutter Teresa, Ghandi, Jesus, vielleicht auch Moses. Das, was sie uns hinterließen, ist immer noch einzigartig. Man darf annehmen, dass diese Träume, obwohl sie unsichtbar waren, realer waren als das, was wir oft Realität nennen.</p>
<p>Und gerade darum mag ich dieses Buch, auch wenn es eher ein Kinderbuch als ein großer Klassiker ist: es macht sichtbar, was unsichtbar ist. Mit ein wenig Vorstellungskraft können wir die Kinder nach Narnia begleiten. Und fügt noch ein wenig Mut hinzu, und auch ihr könnt eine solche Geschichte erleben, wenn ihr dem Traum folgt, der in euch lebt.</p>
<blockquote><p>And if I resist this call<br />
The consequences won&#8217;t end with me<br />
Other hearts will stay cold</p>
<p><em><a href="http://www.beckyfrith.com">Becky Frith</a>, &#8222;Dreamer&#8220; (Album: redefine)</em></p>
<p>Wenn ich mich der Berufung widerstrebe<br />
werden die Folgen nicht nur mich betreffen:<br />
andere Herzen werden kalt/erstarrt bleiben.</p></blockquote>
<p><strong>Mehr dazu:</strong><br />
* <a href="http://www.amazon.de/Sch%C3%B6pfer-Tr%C3%A4ume-Bruce-Wilkinson/dp/377514188X/ref=sr_1_7">Wilkinson, Schöpfer der Träume</a> (Buch)<br />
* <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ji5_MqicxSo">Pausch, The Last Lecture</a> (Vortrag)</p>
Posted in nachdenken, Theologie zum Anfassen Tagged: C.S. Lewis, Narnia, Trauerpfützler, Traum, Träumer <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/benjaminpick.wordpress.com/223/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/benjaminpick.wordpress.com/223/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/benjaminpick.wordpress.com/223/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/benjaminpick.wordpress.com/223/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/benjaminpick.wordpress.com/223/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/benjaminpick.wordpress.com/223/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/benjaminpick.wordpress.com/223/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/benjaminpick.wordpress.com/223/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/benjaminpick.wordpress.com/223/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/benjaminpick.wordpress.com/223/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=benjaminpick.wordpress.com&blog=433441&post=223&subd=benjaminpick&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Narnia: Des rêves réelles</title>
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		<comments>http://benjaminpick.wordpress.com/2009/10/05/narnia-des-reves-reelles/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 05 Oct 2009 06:36:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Pick</dc:creator>
				<category><![CDATA[français]]></category>

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		<description><![CDATA[Les enfant, ensemble avec un habitant de Narnia (Puddlegum), sont dans des grottes souterraines, où règne une sorcière. Comme elle l&#8217;a fait auparavant avec ses sujets, elle essaie de les rendre serviable à travers sa magie. Finalement, elle réussit à les convaincre qu&#8217;il n&#8217;y a ni soleil, ni Aslan (le Dieu de Narnia), mais la [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=benjaminpick.wordpress.com&blog=433441&post=229&subd=benjaminpick&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Les enfant, ensemble avec un habitant de Narnia (Puddlegum), sont dans des grottes souterraines, où règne une sorcière. Comme elle l&#8217;a fait auparavant avec ses sujets, elle essaie de les rendre serviable à travers sa magie. Finalement, elle réussit à les convaincre qu&#8217;il n&#8217;y a ni soleil, ni Aslan (le Dieu de Narnia), mais la créature pessimiste de Narnia, revenu à lui grâce au feu qu&#8217;il a éteint, s&#8217;exclama:</p>
<blockquote><p>- Un mot, madame, dit-il en s&#8217;écartant du feu pour revenir vers elle en boitant, à cause de la douleur. Un mot. Tout ce que vous avez dit est tout à fait vrai, c&#8217;est bien possible. Je suis un gars qui a toujours voulu voir les choses en pire, pour ensuite faire aussi bonne figure que possible. Alors, je ne vair rien contester de tout ce que vous avez dit. Mais, quand même, il y a une chose qu&#8217;il faut ajouter.<span id="more-229"></span></p>
<p>- Supposons que nous ayons seulement rêvé, ou inventé, toutes ces choses: arbres, herbe, soleil, lune, étoiles et même Aslan. Supposons. Alors, tout ce que je peux dire, c&#8217;est que, dans ce cas, les choses inventées ont l&#8217;air sacrément plus importantes que les vraies. Supposons que ce puits noir que vous avez pour royaume soit vraiment le monde, le seul.</p>
<p>- Eh bien, ce monde me paraît minable. Et c&#8217;est amusant, quand on y pense. <strong>Si vous dites vrai, nous ne sommes que des bébés en train d&#8217;inventer un jeu. Mais quatre bébés qui jouent sont capables de construire un monde imaginaire qui réduit le vôtre à presque rien. C&#8217;est pourquoi je m&#8217;en vais rester dans le monde imaginaire.</strong> Je suis dans le camp d&#8217;Aslan, même s&#8217;il n&#8217;y a pas d&#8217;Aslan à sa tête. Je vais vire en Narnien autant que je le pourrai, même s&#8217;il y a pas de Narnia du tout. Aussi, avec tous mes remerciements pour le dîner, si ces deux messieurs et la jeune dame sont prêts, nous allons quitter à l&#8217;instant votre cour et partir dans le noir pour passer nos vies à chercher le Monde-d&#8217;En-Haut. Non pas que nos vies risquent d&#8217;être bien longues, à ce qu&#8217;il me semble, mais ce ne sera pas une grosse perte si le monde est un endroit aussi sinistre que vous le prétendez.</p>
<p><em>C.S. Lewis, &#8222;Le Fauteil D&#8217;argent&#8220;, chap. &#8222;La reine du Monde-Souterrain&#8220;</em></p></blockquote>
<p>Un rêve seulement? Un rêve, qui est plus réaliste, que la réalité? C&#8217;est fort possible.</p>
<p>Rappelons-nous les personnes qui disaient, &#8222;Je fis un rêve&#8220;, et ils suivirent ce rêve n&#8217;importe où. Nous n&#8217;en connaissons que les plus célèbres: Martin Luther King, Mère Teresa, Ghandi, Jésus-Christ, Mose aussi. Mais leurs résultats furent tout à fait exceptionnels, à tel point que, il serait convenable d&#8217;assumer que ces rêves, même invisible, sont plus réels que ce qu&#8217;on appelle habituellement la &#8222;réalité&#8220;.</p>
<p>Et c&#8217;est pour cela que j&#8217;ai bien aimé ce livre, que je classerai plutôt &#8222;livre d&#8217;enfant&#8220; que &#8222;grand classique&#8220;: il rend visible ce qui est invisible dans notre monde. Avec un peu d&#8217;imagination, vous pouvez accompagner les enfants à Narnia. Et ajoutez un peu de courage, et vous pouvez vous-même vivre une telle histoire, suivant le Rêve qui est en vous.</p>
<blockquote><p>And if I resist this call<br />
The consequences won&#8217;t end with me<br />
Other hearts will stay cold</p>
<p><em><a href="http://www.beckyfrith.com">Becky Frith</a>, &#8222;Dreamer&#8220; (Album: redefine)</em></p>
<p>Si je résiste à cette vocation<br />
Les conséquences ne se limiteront pas sur moi-même:<br />
D&#8217;autres cœurs resteront refroidis.</p></blockquote>
<p>Je recommande aussi:<br />
* <a href="http://www.amazon.fr/Lauteur-r%C3%AAves-Bruce-H-Wilkinson/dp/2847000704/ref=sr_1_1">Wilkinson, L&#8217;Auteur des Rêves</a><br />
* <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ji5_MqicxSo">The Last Lecture</a></p>
Posted in français  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/benjaminpick.wordpress.com/229/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/benjaminpick.wordpress.com/229/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/benjaminpick.wordpress.com/229/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/benjaminpick.wordpress.com/229/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/benjaminpick.wordpress.com/229/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/benjaminpick.wordpress.com/229/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/benjaminpick.wordpress.com/229/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/benjaminpick.wordpress.com/229/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/benjaminpick.wordpress.com/229/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/benjaminpick.wordpress.com/229/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=benjaminpick.wordpress.com&blog=433441&post=229&subd=benjaminpick&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>The Germans, Part XI : The “Sachlichkeit”</title>
		<link>http://benjaminpick.wordpress.com/2009/09/21/the-germans-sachlichkeit/</link>
		<comments>http://benjaminpick.wordpress.com/2009/09/21/the-germans-sachlichkeit/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 06:03:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Pick</dc:creator>
				<category><![CDATA[english]]></category>
		<category><![CDATA[nicht ganz ernst]]></category>
		<category><![CDATA[poesie]]></category>
		<category><![CDATA[Feierabend]]></category>
		<category><![CDATA[German]]></category>
		<category><![CDATA[Sachlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[traffic jam]]></category>

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		<description><![CDATA[Kennt ihr &#8222;How to be an alien?&#8220; Wir hatten die Aufgabe, einen ähnlich satiristischen Text über den deutsch-französischen Kontext zu schreiben.
In this episode we will learn:

how Germans behave in a traffic jam,

how they 	celebrate not being at work (“Feierabend”, 	literally: celebration evening) and


even discover a 	secret wish of a German woman.



Germans are known for being [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=benjaminpick.wordpress.com&blog=433441&post=161&subd=benjaminpick&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="margin-bottom:0;" lang="en-US">Kennt ihr <a title="George Mikes - How To Be An Alien" href="http://f2.org/humour/howalien.html" target="_blank">&#8222;How to be an alien?&#8220;</a> Wir hatten die Aufgabe, einen ähnlich satiristischen Text über den deutsch-französischen Kontext zu schreiben.</p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="en-US"><em>In this episode we will learn:</em></p>
<ul>
<li><em>how Germans behave in a traffic jam,</em></li>
<li>
<p style="margin-bottom:0;"><em>how they 	celebrate not being at work (“</em><span style="font-style:normal;">Feierabend</span><em>”, 	literally: celebration evening) and</em></p>
</li>
<li style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;" lang="en-US"><em>even discover a 	secret wish of a German woman.</em></p>
</li>
</ul>
<p style="margin-bottom:0;">
<p style="margin-bottom:0;">Germans are known for being “sachlich”. What does this mean? The idea is simple: <em>they are able to stay neutral</em>, behaving in a rational way, <em>in spite of circumstances that may provoke</em> or even threaten.<span id="more-161"></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" lang="en-US">Yet what does this look like in real life? Let’s look at an example: the just-normal worker Jams. (By the way, how did he come to his name? The nurse couldn’t speak english too well, that’s why she forgot to write the E &#8230; and there is no way of correcting an error made by german bureaucracy, don’t even try.)</p>
<p style="margin-bottom:0;">So, Jams leaves home at 7.45 – quite a normal time – in his car, as always he is late. And on his 30 km-drive, at the last quarter he is blocked by a typical traffic jam. Perfect circumstances to stay <em>sachlich, </em><span style="font-style:normal;">one might think &#8230; not exactly, or as Germans would put it, </span><em>Fehlanzeige.</em><span style="font-style:normal;"> Jams starts to honk the horn, opens his window, starts to yell words we are not willing to translate at this point, &#8230;. in short: he’s furious. So here we have the big exception of German </span><em>Sachlichkeit </em><span style="font-style:normal;">: </span><em>not</em><span style="font-style:normal;"> in a traffic jam, and also similarly: at red lights, being overtaken or simply being bored by the radio’s music.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><span style="font-style:normal;">8.30, Jams arrives. However his boss, Mr. Butter, is already awaiting him in his office. “Mister Baker”, he yells at him and continues in a perfectly calm way, “Second Official Warning: If you continue like this, you will have to look for another job.” Oh yes, I will, Jams thought, didn’t the competition &#8230; “I’m so sorry”, Jams said in a really </span><em>neutral</em><span style="font-style:normal;"> way, “but I was stuck in a traffic jam!” – “Peanuts”, remarked Mr. Butter, whose full name is by the way Mr. Peanut Butter, “you’ll just have to leave earlier &#8230;” Here Jams is about to leave his level of neutrality: “But &#8230;” – “Thank you for your understanding”, the boss interrupts and leaves the room.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;font-style:normal;" lang="en-US">18.15, Jams returns home, after having mastered just another normal traffic jam. “Hi Jams”, he is met by his wife’s greeting. He passes by straight to the fridge, helps himself to a beer and sits down before turning on television. His wife sympathetically takes her seats besides him. “Work was hard again?”, she asked, hoping for just a bit of normal conversation. Not a muscle in the face of Jams twitches. She tries again: “How is it going at work?” Mr. Baker stays neutral, but after her third try, he explodes: “Shut up! I’m watchin’ television!”</p>
<p style="margin-bottom:0;font-style:normal;" lang="en-US"><span style="font-style:normal;">That’s where his wife thought: if only he were a bit more </span><em>sachlich</em><span style="font-style:normal;">. There is no such thing, my dear</span></p>
<p style="margin-bottom:0;"><em>Next episode will be: <strong>The Germans, Part XII : Communication is a lifestyle</strong>. Stay tuned!</em></p>
Posted in english, nicht ganz ernst, poesie Tagged: Feierabend, German, Sachlichkeit, traffic jam <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/benjaminpick.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/benjaminpick.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/benjaminpick.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/benjaminpick.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/benjaminpick.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/benjaminpick.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/benjaminpick.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/benjaminpick.wordpress.com/161/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/benjaminpick.wordpress.com/161/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/benjaminpick.wordpress.com/161/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=benjaminpick.wordpress.com&blog=433441&post=161&subd=benjaminpick&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Wozu Kunst?</title>
		<link>http://benjaminpick.wordpress.com/2009/09/14/wozu-kunst/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 06:59:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Pick</dc:creator>
				<category><![CDATA[nachdenken]]></category>
		<category><![CDATA[Träumer]]></category>
		<category><![CDATA[Idealismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Zweck]]></category>
		<category><![CDATA[Sinn]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn mir jemand sagt, Kunst existiere um sich selbst willen, so würde ich es nicht ganz treffend finden. Ich finde: Kunst existiert, um Schönheit zu zeigen.
Alle Kunst, die großartig bezeichnet wird, ist es nur deswegen, weil sie Saiten in uns berühren, von der wir vergessen haben, dass sie existieren.
Die Hits im Radio: verträumte, verspielte Lyrik. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=benjaminpick.wordpress.com&blog=433441&post=216&subd=benjaminpick&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><em>Wenn mir jemand sagt, Kunst existiere um sich selbst willen, so würde ich es nicht ganz treffend finden. Ich finde: Kunst existiert, um Schönheit zu zeigen.</em></p>
<p>Alle Kunst, die großartig bezeichnet wird, ist es nur deswegen, weil sie Saiten in uns berühren, von der wir vergessen haben, dass sie existieren.<span id="more-216"></span></p>
<p>Die Hits im Radio: verträumte, verspielte Lyrik. Die schönsten Photos: Landschaften, die träumend machen. Kafka: Kennenlernen der Abgründe in uns. Und vielleicht gilt das sogar für die sogenannte &#8222;moderne&#8220; Kunst: sie bewegt. Bricht Erinnerungen auf, Assoziationen. Harry Potter: was wäre, wenn das Übernatürliche existiert? Ich will nicht darüber nachdenken, aber das macht Rowling ja schon für mich. Selbst die Predigten, die mich ansprechen, sind nicht diejenigen, denen ich 100 % zustimmen kann, sondern diejenigen, die mich an verschüttete Wahrheiten erinnern. Jedenfalls meine ich mich zu erinnern.</p>
<p>Darum erweitern Bücher meinen Erfahrungsschatz: verknüpft mit meinen eigenen Lebenserfahrungen werden sie so etwas Ähnliches wie Erinnerungen: Bilder, Menschen, Reaktionen, von der Ferne betrachtet.</p>
<p>Meine Aufgabe als Autor ist also, so zu träumen, dass andere sich damit identifizieren können. Miträumen können, als wäre es ihr eigener Traum. Nur so kann ich ihre unausgesprochenen Gebete erhören. Nur so werden sie &#8222;von der Weite des Meeres&#8220; (St Exupéry) erfahren.</p>
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		<title>Greifen nach den Sternen</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Aug 2009 05:46:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Pick</dc:creator>
				<category><![CDATA[poesie]]></category>
		<category><![CDATA[Idealismus]]></category>
		<category><![CDATA[Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Sterne]]></category>
		<category><![CDATA[Träumer]]></category>

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		<description><![CDATA[Siehst du die Sterne?
- Ja.
Einer davon könnte mir gehören.
- Was meinst du?
Ich könnte einen Rakete bauen, zum Himmel fliegen, bis zu meinem Stern; dann würde ich meine Schatulle aufmachen, den Stern hineinlegen, die Schatulle wieder schließen; und wenn ich wieder auf der Erde bin, verstecke ich die Schatulle in meinem Keller.
- Bist du sicher, dass [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=benjaminpick.wordpress.com&blog=433441&post=203&subd=benjaminpick&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Siehst du die Sterne?<br />
- Ja.<br />
Einer davon könnte mir gehören.<br />
- Was meinst du?</p>
<p>Ich könnte einen Rakete bauen, zum Himmel fliegen, bis zu meinem Stern; dann würde ich meine Schatulle aufmachen, den Stern hineinlegen, die Schatulle wieder schließen; und wenn ich wieder auf der Erde bin, verstecke ich die Schatulle in meinem Keller.<br />
- Bist du sicher, dass das möglich ist?<br />
Heutzutage ist alles möglich. Die Technik, mein Lieber &#8230;</p>
<p>- Und wenn eine solche Rakete, mit der du zu einem Stern fliegen kannst, noch nicht existiert: würdest du sie erfinden?<br />
<em>Benjamin denkt nach. </em>Nein.<em>, sagt er schließlich.</em><br />
- Warum nicht?<span id="more-203"></span></p>
<p>Ich möchte nicht, dass alle ihre Sterne vom Himmel holen. Die Nacht gehört doch allen ?! Also, weil die Nacht ohne Sterne langweilig und gruselig wäre; und wenn das jeder machen würde, wäre der Himmel leer. Eines Tages wäre sogar der Mond weg, obwohl der viel größer ist.</p>
<p>- Du erfindest also nicht.<br />
Nein.<br />
- Was aber, wenn jemand anders eine solche Rakete erfinden würde? Würdest du ihn daran hindern?<br />
Nein, natürlich nicht!<br />
- Warum nicht?<br />
Ich kann doch seinen Wunsch, sein Verlangen, einen Stern zu besitzen, allzu gut verstehen &#8230;</p>
<p><em>Und Fred und Benjamin gehen nach Hause. Und an diesem Abend schien es ihnen, als würde der Sternenhimmel noch etwas heller leuchten als sonst.</em></p>
Posted in poesie Tagged: Idealismus, Nacht, Sterne, Träumer <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/benjaminpick.wordpress.com/203/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/benjaminpick.wordpress.com/203/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/benjaminpick.wordpress.com/203/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/benjaminpick.wordpress.com/203/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/benjaminpick.wordpress.com/203/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/benjaminpick.wordpress.com/203/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/benjaminpick.wordpress.com/203/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/benjaminpick.wordpress.com/203/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/benjaminpick.wordpress.com/203/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/benjaminpick.wordpress.com/203/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=benjaminpick.wordpress.com&blog=433441&post=203&subd=benjaminpick&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Gott ist wie &#8230; eine Schuldenberatungsstelle</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Aug 2009 05:49:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Pick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Theologie zum Anfassen]]></category>
		<category><![CDATA[poesie]]></category>
		<category><![CDATA[Schulden]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich noch in Stuttgart wohnte, gab es da eine Hausecke, die mich immer wieder faszinierte: denn in dem untersten Geschoss des Gemäuers war ein Schaufenster, auf dem stand geschrieben: SCHULDENBERATUNGSSTELLE, in weißen, großen Buchstaben. Nicht dass ich es nötig hätte, ich meine, ich habe zwar ein paar Kreditkarten, mein Konto ist manchmal überzogen, aber [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=benjaminpick.wordpress.com&blog=433441&post=198&subd=benjaminpick&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Als ich noch in Stuttgart wohnte, gab es da eine Hausecke, die mich immer wieder faszinierte: denn in dem untersten Geschoss des Gemäuers war ein Schaufenster, auf dem stand geschrieben: SCHULDENBERATUNGSSTELLE, in weißen, großen Buchstaben. Nicht dass ich es nötig hätte, ich meine, ich habe zwar ein paar Kreditkarten, mein Konto ist manchmal überzogen, aber daran ist ja nichts Ungewöhnliches. Und dennoch strahlte dieses Geschäft seinen Reiz aus; sei es, weil es seriös wirkt; sei es, weil ich die Innen-Einrichtung als warm empfinde.</p>
<p>Eines Tages beobachtete ich, dass ein Mann vor dem Schaufenster stehen blieb, zögert, und schließlich eintrat. Ich dachte mir: &#8222;So, der ist also verschuldet? Obwohl er einen Anzug an hat ?&#8220; Aber gut, jedem das Seine. Er ging also hinein, und der Mann hinter dem Schreibtisch begrüßte ihn und bot ihm &#8211; ohne Witz &#8211; einen Kaffee an. Jener lehnte höflich ab, er sei kein Kaffeetrinker, ob es denn Tee gäbe? Natürlich. Und sie redeten über dieses und jenes, ich lernte, dass der &#8211; sagt man: Schuldenberater? &#8211; dass seine Frau krank ist, Grippe, nichts schlimmes. Plötzlich schaute der &#8211; der Beratene? der Kunde? &#8211; wie auch immer, er sah auf seine Uhr und sprang auf, er habe noch einen wichtigen Termin, und stürmte aus dem Laden. Ich schüttelte den Kopf: &#8222;So, dafür geht man also in die Schuldnerberatungsstelle ?!&#8220;<span id="more-198"></span></p>
<p>Zwei Monate später kam dieser Mann wieder dort vorbei; und wieder zögerte, und wieder trat er ein. Der Berater wusste noch von seiner Tee-Affinität und machte sich daran, das Wasser zu kochen. Und man plauderte, und man erkundigte sich nach der Gesundheit der Ehefrau, und als eine Pause entstand, sprach der Schuldenberater an: &#8222;Wie geht es ihren Schulden?&#8220; Mir platzte der Kragen: So eine Unverschämtheit, mich nach meinen Einkommensverhältnissen zu fragen, ich meine, nicht mich, sondern ihn, den Kunden, ich meine, die Kreditkarte war fast ausgereizt, und das Auto muss auch zurückbezahlt werden, aber das ist kein Grund &#8211; zornig schrie er: &#8222;Das geht sie &#8216;nen [...] an!&#8220; und warf die Tür hinter sich zu.</p>
<p>Die folgenden Tage ging ich einen Umweg, um &#8211; na gut, ich gebe zu, dieser Mann war ich &#8211; um nicht an dieser dummen Beratungsstelle vorbei zu kommen. Was soll&#8217;s. Man muss sich ja nicht absichtlich emotional belasten. Aber der Zorn kochte weiter. Erst fiel mir auf, dass ich weniger Appetit hatte als sonst; dann, in letzter Zeit konnte ich kaum noch schlafen. Und eines Samstags nach einer schlaflosen Nacht saß ich an meinem Schreibtisch, öffnete und sortierte Rechnungen, durchwühlte meine Ordner, kramte meinen Taschenrechner hervor und rechnete, von A bis Z, alles zusammen, was ich jemanden schuldete. Und länger ich dort saß, je größer die Summe wurde, desto mehr beschlich mich die Ahnung, ach was Ahnung, Angst!, tatsächlich &#8230; <em>verschuldet</em> zu sein. Ich?! Aber die Zahlen waren hartnäckig: wenn ich, der ich 1000 Euro im Monat verdiene, wovon 400 Euro schon für die Wohnung drauf gehen, monatlich 600 Euro Raten zahlen muss, und die Kreditkarten sind da noch gar nicht drin, &#8230;. das ist unmöglich. Nada. Niente. Niete? Ich fürchte, ich &#8230;. habe versagt. Dabei hab ich doch früher &#8230; 600 Euro. Das ist viel. 40 Euro Fernseher, 50 Euro Computer, &#8230; was ist das schon. Aber einmal von oben betrachtet, zusammengezählt, ist es viel. Ich gehe also in die Schulden-Beratungs-Stelle? Ich werde es versuchen.</p>
<p>Das erste Mal hatte ich zu viel Schiss. Ich meine, eigentlich: das dritte Mal. Auf die Schuldfrage antwortete ich: &#8222;Das krieg ich schon irgendwie gebacken. Es wird schon gehen. Es muss.&#8220; Das <span style="text-decoration:line-through;">zweite</span> vierte Mal htte ich keine Zeit, das fünfte Mal ging ich an der Beratungsstelle vorbei, weil die Bäckerei gleich zu macht; und so wäre es wohl ewig weitergegangen, wenn nicht eines Tages ein Brief ins Haus flatterte, eine Mahnung. Die letzte Autoreparatur war noch nicht bezahlt &#8211; woher das Geld auch nehmen? Bis zum 27.10. muss es überwiesen sein.</p>
<p>Wenn ich eine Ehefrau hätte, würde sie mich jetzt so lange nerven, bis ich meinen Arsch hochkriege und mich beraten lasse. Aber ich habe keine, noch nicht. Erst am 26.10. fiel es mir schaudernd wieder ein: eine Lösung musste her, jetzt sofort. Zuerst rief ich bei der Werkstatt an und handelte eine Woche Gnadenfrist aus. Dann, &#8230; dann beschloss ich, dem Herrn in dem Schaufenster (wie hieß er nochmal?) zu sagen, dass ich seine Hilfe in Anspruch nehme. Seine Hilfe? Wie soll er mir denn helfen, 400 Euro herzubekommen? Nein schlimmer: ich bräuchte 400 Euro monatlich, oder insgesamt &#8211; Taschenrechner. 12 537,12 Euro. Ui, lustige Zahl. Aber was für eine Summe. Hilfe. Ich rief ihn an und vereinbarte einen Termin.</p>
<p>Und so kam es, dass ich, als ich den Tee in der Hand hielt, anfing zu stottern: &#8222;Ich bin gekommen, um &#8230;. ich brauche Geld. Ich bin verschuldet. Ich habe keine Ahnung, was ich machen soll.&#8220; Meine Hände schwitzten. Aber ich bekam nicht die Ablehnung, die ich erwartete. Im Gegenteil, mitfühlend fragte er nach Details. Glücklicherweise hatte ich meine Rechnung mitgenommen, 12 537,12. &#8222;Wie viel verdienen Sie?&#8220;<br />
- &#8222;So ungefähr &#8230; mindestens 1000 Euro.&#8220;<br />
- &#8222;Durchschnittlich 1000 Euro pro Monat?&#8220;<br />
- &#8222;Nein, ich meine, &#8230; ja, ungefähr.&#8220;<br />
Und er brummte in seinen Bart: &#8222;I see.&#8220;</p>
<p>Es wurde still. &#8222;Herr H.&#8220;, das ist mein Name, &#8222;ich möchte mich für Ihre Ehrlichkeit bedanken.&#8220; Dabei war das mein 6. Anlauf. Er muss doch sicher schon früher bemerkt haben, dass &#8230; &#8222;Ja, schon. Aber solange Sie alles selbst in der Hand behalten wollen, kann ich ihnen nicht helfen, verstehen Sie? Heute haben Sie das erste Mal mich um Rat gefragt, und vielleicht war es sogar das erste Mal überhaupt für sie, dass sie jemanden um Rat fragen.&#8220; Das letzte Mal war &#8230; ähm &#8230; vielleicht als Kind? Er fuhr fort: &#8222;Ich werde mir ihren Fall überlegen, bitte kommen Sie in drei Tagen wieder.&#8220; 3 Tage, aber ich wollte doch jetzt &#8211; &#8222;Es tut mir Leid, aber ich möchte nichts überstürzen. Gibt es Gläubiger, mit denen ich mich in Verbindung setzen sollte?&#8220; Gläubige? Warum redet er plötzlich über Gott? &#8222;Nein, ich meine Personen, denen Sie etwas schulden, die schon innerhalb dieser 3 Tagen Geld sehen wollen.&#8220; Ich überlege, aber nein, das ist mit der Werkstatt kann noch bis Freitag warten. &#8222;Okay, ich bedanke mich, auf Wiedersehen.&#8220;</p>
<p>Es war Freitag. Mein Herz schlug höher. Was wird er wohl vorschlagen? Mein Auto zu verkaufen? Meinen Computer? Meinen &#8230; schluck &#8230; Fernseher? Nein, den behalt ich. Lieber meine Bücher, die verstauben eh nur. Oder, ich könnte, meine Eltern &#8230; ich will sie nicht anbetteln. Seit ich ausgezogen bin, haben wir uns nicht mehr gesehen, kennen sie mich überhaupt noch? Nach 10 Jahren haben sie mich bestimmt vergessen. Aber, na gut, probieren könnte man es. Ich könnte sogar meine Comic-Sammlung, ich meine, zur Not &#8230; der erste Asterix! mein erstes Taschenbuch! Lucky Luke! Aber eigentlich verstauben auch diese. Da fiel mir ein: wir hatten gar keine Uhrzeit ausgemacht: Schnell anrufen, er meinte, &#8222;Kommen sie einfach vorbei, ich habe Zeit.&#8220; Also machte ich mich auf den Weg. Wo könnte man die Comics am Besten verkaufen, auf dem Flohmarkt?</p>
<p>Als ich schließlich eintrat, fühlte ich mich, als würde ich mich ergeben. &#8222;Was soll ich verkaufen? Sagen Sie es mir, selbst wenn es der Fernseher sein sollte. Selbst das Auto ist nicht so wichtig, wie schuldenfrei zu sein. Welche Strategie schlagen Sie vor? Wo würden Sie das Zeugs möglichst gewinnbringend verkaufen, auf Ebay?&#8220; Er antwortete, &#8222;Setzen Sie sich erstmal&#8220;, und deutete auf die vorbereitete Tasse Tee. Ich beruhigte mich.</p>
<p>&#8222;Ich habe beschlossen, ihre Schulden zu übernehmen.&#8220; Ich war schockiert, <em>bouche-bé</em>, wie man in Frankreich so schön sagt. &#8222;Geben Sie mir ihre Kontodaten, und ich überweise ihnen die nötigen &#8230; 13 000 Euro.&#8220;<br />
- &#8222;Aber das können Sie doch nicht machen, was soll denn Ihre Frau dazu sagen?!&#8220;<br />
- &#8222;Sie sagt, dass sie es gut findet, Ihnen einen Neuanfang zu ermöglichen. Von Plus Null anfangen, sozusagen.&#8220; Neuanfang &#8211; wäre das möglich? Was würde ich denn anders machen? Also meine Kreditkarten &#8230; kündige ich lieber, damit ich nicht in dieselbe Falle nochmal trete. Ich dachte laut, und er lobte mich für diesen Entschluss. &#8222;Denken Sie auch daran, dass Reichtum nicht nur Geld ist!&#8220; Ich runzelte die Stirn. &#8222;Sondern?&#8220;<br />
- &#8222;Freundschaften, das ist mindestens genauso wichtig.&#8220;<br />
Tatsächlich, ich könnte meine Eltern besuchen gehen, einfach so. Ein neuer Glanz kam auf mein Gesicht. Aber bevor ich ging, fragte ich noch: &#8222;Haben Sie mir noch etwas zu sagen? Vielen, vielen Dank.&#8220; &#8222;Nichts besonderes. Kommen Sie ab und zu hier vorbei, ich freue mich auf eine gemeinsame Tasse Tee.&#8220;</p>
<p>Und ich ging hinaus auf die Straße, als freier Mensch.</p>
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		<title>Als du heute morgen aufwachtest &#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 06:37:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Pick</dc:creator>
				<category><![CDATA[poesie]]></category>

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		<description><![CDATA[Als du heute morgen aufwachtest, dauerte es ein paar Sekunden, bis ich dir wieder einfiel. Ein Lächeln bildete sich auf deinem Gesicht, und energisch standest du auf.
Lohnt es sich, für mich zu leben?
Noch bevor du dir den Kaffee machtest, durchblätterstest du deinen Terminkalender, wann wir uns das nächste Mal sehen werden. Am liebsten wäre dir, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=benjaminpick.wordpress.com&blog=433441&post=193&subd=benjaminpick&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Als du heute morgen aufwachtest, dauerte es ein paar Sekunden, bis ich dir wieder einfiel. Ein Lächeln bildete sich auf deinem Gesicht, und energisch standest du auf.<em><br />
Lohnt es sich, für mich zu leben?</em></p>
<p>Noch bevor du dir den Kaffee machtest, durchblätterstest du deinen Terminkalender, wann wir uns das nächste Mal sehen werden. Am liebsten wäre dir, jetzt gleich, sofort &#8230; obwohl unrasiert, ungeduscht, und vor allem: schläfrig. <em><br />
Ist dir ein Leben mit mir so viel wert?</em></p>
<p>Während das Wasser durchlief, nahmst du dein Handy in die Hand, um mich anzurufen. Aber du besinntest dich, nicht immer bin ich schon um 7.30 Uhr wach. Also schriebst du mir eine SMS &#8211; einfach so, natürlich, weil dir gerade langweilig war. <em><br />
Bist du verliebt?</em></p>
<p>Als du, dein Brötchen in der Hand, die Morgenpost überflogst, ließ dich alles kalt, ja, du dachtest nicht einmal darüber nach, was du gelesen hattest. Denn deine Gedanken waren bei mir.<em><br />
Bin ich dir so viel wert? Willst du wirklich den kritischen Teil deines Lebens mir schenken? Unwiderruflich?</em></p>
<p>Dann bin ich dein Gott.</p>
Posted in poesie  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/benjaminpick.wordpress.com/193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/benjaminpick.wordpress.com/193/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/benjaminpick.wordpress.com/193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/benjaminpick.wordpress.com/193/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/benjaminpick.wordpress.com/193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/benjaminpick.wordpress.com/193/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/benjaminpick.wordpress.com/193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/benjaminpick.wordpress.com/193/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/benjaminpick.wordpress.com/193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/benjaminpick.wordpress.com/193/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=benjaminpick.wordpress.com&blog=433441&post=193&subd=benjaminpick&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Berge stören den Ausblick auf die Weite der Welt</title>
		<link>http://benjaminpick.wordpress.com/2009/06/19/berge-stoeren-den-ausblick/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 12:37:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Pick</dc:creator>
				<category><![CDATA[Statusanzeige]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>

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		<description><![CDATA[Stress ist, wenn man Berge zu tun hat, davor Angst hat, und darum etwas ganz anderes macht. Blogs lesen zum Beispiel.
Posted in Statusanzeige Tagged: Angst, Stress      <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=benjaminpick.wordpress.com&blog=433441&post=189&subd=benjaminpick&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Stress ist, wenn man Berge zu tun hat, davor Angst hat, und darum etwas ganz anderes macht. Blogs lesen zum Beispiel.</p>
Posted in Statusanzeige Tagged: Angst, Stress <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/benjaminpick.wordpress.com/189/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/benjaminpick.wordpress.com/189/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/benjaminpick.wordpress.com/189/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/benjaminpick.wordpress.com/189/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/benjaminpick.wordpress.com/189/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/benjaminpick.wordpress.com/189/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/benjaminpick.wordpress.com/189/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/benjaminpick.wordpress.com/189/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/benjaminpick.wordpress.com/189/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/benjaminpick.wordpress.com/189/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=benjaminpick.wordpress.com&blog=433441&post=189&subd=benjaminpick&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Das große Sterben, oder: die Rückkehr der Vögel</title>
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		<pubDate>Sun, 24 May 2009 18:08:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Pick</dc:creator>
				<category><![CDATA[nachdenken]]></category>
		<category><![CDATA[Dekadenz]]></category>
		<category><![CDATA[Genügsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Weltuntergang]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist still über den Dächern von Paris. Die Autos plärren nicht, die Menschen schlafen noch: es ist Sonntag morgen. Heiliger Sonntag? Nein, das nicht &#8211; aber ausschlafen, das ist heilig. Wenigstens einmal die Woche. Oder zweimal. Oder öfter, wenn man Student ist.
Es ist ruhig in den Straßen. Vereinzelt: ein Auto, ein Fahrrad, ein Fußgänger, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=benjaminpick.wordpress.com&blog=433441&post=179&subd=benjaminpick&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Es ist still über den Dächern von Paris. Die Autos plärren nicht, die Menschen schlafen noch: es ist Sonntag morgen. Heiliger Sonntag? Nein, das nicht &#8211; aber ausschlafen, das ist heilig. Wenigstens einmal die Woche. Oder zweimal. Oder öfter, wenn man Student ist.</p>
<p>Es ist ruhig in den Straßen. Vereinzelt: ein Auto, ein Fahrrad, ein Fußgänger, ein Pärchen, eine Gruppe Polizisten. Nur die Vögel schreien: Hallo, hier sind wir,<strong> dieser Wohnraum ist auch unser Wohnraum!</strong></p>
<p>Dabei haben sie <strong>mehr Überlebenschancen als wir</strong>. Warum? Weil sie das Übermaß nicht kennen. Sie fressen Würme, ja, aber nur einen pro Tag. Sie werden gejagt, ja, von Katzen, die zu faul geworden sind, Mäuse zu jagen; zu dick, um auf Bäume zu klettern; und überhaupt so tun als wäre die Menschheit ihnen untertan; etwas, was ihnen zu essen bringt, heute, morgen, immer. Vielleicht werden sie auch von Hunden gejagt, die noch weniger die Intention haben, sie zu fressen; und selbst wenn sie einem größerem Vogel zum Opfer fallen, dann nicht alle auf einmal. Das Ökosystem ist erstaunlich selbstregulativ, selbstheilend.</p>
<p><span id="more-179"></span>Nun hat der Mensch aber beschlossen,<strong> dem System Natur den Rücken zu kehren</strong>. Eines Tages könnte das so aussehen: die Menschheit holzte den Regenwald ab, bis es ihn nicht mehr gab; sie verfeuerte das Öl, bis es keines mehr gab; sie baute Waffen aus Eisen, und noch bevor es keins mehr gab, stellten sie fest, dass Waffen aus Silicium viel effizienter sind; so lange es das Silizium noch gibt, jedenfalls. Und sie bauten Uran ab, bis eine solche Megabombe dem Falschen in die Hände geriet, nämlich jemanden, der tatsächlich bereit war, sie zu benutzen. Kurz bevor dieser den Auslöser drückte, der die Erdkugel in zwei Hälften geteilt hätte, unterwarfen sich alle, und er wurde zum Weltdiktator.</p>
<p><strong>Ruhm und Macht steigen zu Kopfe</strong>, das wissen alle, die sie nicht haben; und durch seine, in der Geschichte einzigartige, Position wurder er einzigartig &#8230; kopflos, um nicht zu sagen, dumm. Um die Weltbevölkerung zu reduzieren, ließ er alle Chinesen, Inder und Amerikaner töten; die Energieversorgung brach zusammen, so dass seine Panzerglas-Schiebetüren sich mangels Strom nicht mehr öffneten. Also verhungerte er. Und das Schlimmste: dem Rest der Bevölkerung nützte das wenig, denn: die Nahrungsmittel wurden zu knapp für alle, so dass die 0,1% der Bevölkerung, die Zugang zu den Waffendepots hatten &#8211; die alten, versteht sich, woher denn Strom oder Benzin nehmen &#8211; allein übrig blieben. Diese hatten es nie gelernt, landwirtschaftlich tätig zu sein, und als die Vorräte aufgebraucht waren, starben auch sie.</p>
<p>Nur die Vögel fanden noch Würme, und 200 Jahre später sind die Städte zu Ruinen geworden, der ehemalige Regenwald zu einer Wüste, die Sahara aber zu einem Regenwald. <strong>Alles grünt</strong>, die Abgase sind verdaut, und die Vögel zwitschern wieder, als wären sie allein auf der weiten Welt.</p>
<p>In der Debatte, die in der Schule &#8222;Umweltschutz&#8220;, in der Politik aber<strong> &#8222;Nachhaltigkeit&#8220;</strong> genannt wird, <strong>geht es nicht darum, ob die Natur überleben wird, sondern ob wir überleben werden.</strong></p>
<p>Du sagst, diese Geschichte sei unlogisch, geradezu <strong>grotesk</strong>? Grotesk ist sie, aber leider nicht ganz unrealistisch: je mehr Details wir über die Weltgeschichte erfahren, desto unlogischer erscheint sie uns. Man könnte es so machen wie Tolstoi, der zu dem Schluss kam, dass wir nicht Akteure, sondern Schaupuppen des Schicksals sind; in diesem Falle würden wir wenigstens nicht mehr die Verantwortung an unserem Untergang. Aber unser westliches Denken (was ist das?) diktiert uns, dass wir voll entscheidungsfähig sind; also auch voll verantwortlich.</p>
<p>Na dann: Auf gehts! Wir brauchen<strong> Idealisten und Realisten, die einander die Hand geben</strong>. Dazu müssen entweder die Idealisten lernen, sich so fein zu kleiden, dass die Realisten sie als ihresgleichen akzeptieren; oder aber die Realisten, den Idealisten Vertrauen zu schenken, selbst wenn sie &#8211; sei es aus Überzeugung oder Nachlässigkeit &#8211; wie ein Obdachloser herumlaufen. Würden die Idealisten an die Macht kommen, würden sie genauso Schaden anrichten wie die Realisten es bis zum heutigen Tage tun. Aber gemeinsam, Hand in Hand &#8230; wer weiß, vielleicht wird sich das eines Tages international durchsetzen: (nur)<strong> gemeinsam sind wir stark</strong>.</p>
<p>Dächer sind was Feines &#8211; aber die Natur lebt ohne sie.<br />
Sonntage sind was Wichtiges &#8211; aber die Natur kommt ohne sie aus.<br />
Silizium, Öl, Regenwälder &#8211; hat alles seine Richtigkeit, aber <strong>nicht im Übermaß</strong>.</p>
<p>Und vor allem: wenn die Menschheit nicht aufhört, sich der Natur gegenüber <strong>katzenhaft arrogant</strong> zu verhalten; wenn sie nicht neu lernt, wie man mit Mutter Natur kooperiert; dann könnte es passieren, dass sie &#8211; das ist, wir &#8211; die nächste Art ist, die ausstirbt. Leider.</p>
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		<title>Der Wettkampf mit mir selbst</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Mar 2009 07:03:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Benjamin Pick</dc:creator>
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		<category><![CDATA[poesie]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich fühle mich wie auf einer Wiese; jemand hat mich dorthingeführt, und bevor ich die Augen aufmache, erklärt er mir nochmal die Regeln: &#8222;Ganz einfach. Es gibt nur eine Regel: du musst so schnell wie möglich zum Ziel, und selbst wenn du nicht so weit kommst, je weiter du kommst, desto besser.&#8220; Ein Rennen also. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=benjaminpick.wordpress.com&blog=433441&post=171&subd=benjaminpick&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ich fühle mich wie auf einer Wiese; jemand hat mich dorthingeführt, und bevor ich die Augen aufmache, erklärt er mir nochmal die Regeln: &#8222;Ganz einfach. Es gibt nur eine Regel: du musst so schnell wie möglich zum Ziel, und selbst wenn du nicht so weit kommst, je weiter du kommst, desto besser.&#8220; Ein Rennen also. &#8222;Ein Marathon?&#8220;, frage ich. &#8222;Naja, so ähnlich, du hast halt nur 90 Minuten Zeit, dann wird abgebrochen. Hast du geübt?&#8220;</p>
<p>&#8222;Natürlich habe ich geübt!&#8220; antwortete ich stolz, dabei hatte ich nur vor einer Woche angefangen, joggen zu gehen.</p>
<p>&#8222;Noch eine Regel: sobald du die Augen aufmachst, kannst du mich nichts mehr fragen. Hast du also noch eine Frage?&#8220; Ich überlege scharf, aber eigentlich ist alles vorbereitet: ich habe meine Turnschuhe an, eine Käppi, falls die Sonne scheint, und einen Regenumhang, falls es anfängt zu schütten &#8230; &#8222;Ach ja &#8230; wie ist das Wetter gerade, ich meine, ich seh ja nix &#8230;&#8220; &#8211; &#8222;Das Wetter ist perfekt.&#8220; &#8211; &#8222;Gut, danke. Dann kann es losgehen.&#8220;</p>
<p>&#8222;Oke &#8230; Auf die Plätze, fertig &#8230; los!&#8220; Ich nehme die Augenbinde ab, und als meine Augen sich an die Helligkeit gewöhnen, komme ich nicht mehr aus dem Staunen heraus. Ich dachte, es wäre eine Bahn vorbereitet worden, Absperrungen und so &#8230; ich meine, immerhin ist das Fernsehen da! &#8230; nichts. Um mich nur grüne Wiese, dort ein Wald, hier ein See, und am Himmel Wolken, die Regen versprechen.</p>
<p>&#8222;Wohin soll ich denn laufen?&#8220; Er antwortete nicht, sondern ging zurück zu seinem Auto. &#8222;Bis später!&#8220;, rief er lächelnd.</p>
<p><em>(Hier geht es nicht um meine Identitätsfindung, sondern nur um eine Klausur &#8230; )</em></p>
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